Gerade mal in der Pubertät und schon in Rente

Bei dem hier abgebildeten Ding handelt es sich um den 8-Bit-Computer Schneider CPC 6128. Dieser wurde von 1985 bis etwa 1991 von der Firma AMSTRAD gebaut und in Deutschland über Schneider verkauft. Dieser Computer besaß gerade mal 128 kByte RAM, eine 3"-Floppy sowie wahlweise einen Farb- oder Grünmonitor, jeweils mit einer Bildwiederholfrequenz von 50 Hz.


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Mein eigener CPC 6128

Das von Schneider/AMSTRAD verwendete, etwas seltsame 3"-Diskettenformat ist heute quasi ausgestorben. Es braucht wohl auch nicht erwähnt zu werden, daß diese Disketten nicht gerade billig waren. In der Anfangsphase war man mit etwa DM 15,00 je Stück dabei, zum Schluß mußte man für eine immer noch DM 7,00 berappen.

Jedoch sind diese Disketten so robust und zuverlässig, daß meine eigenen bis heute noch keine Mediendefekte aufweisen. Schneider hatte ihre Disketten mit einer zusätzlichen Plexiglashülle, ähnlich einer CD-Hülle, ausgeliefert!

Zum Glück dauerte es auch nicht lange, und es kamen die ersten 3.5"-Diskettenlaufwerke mit einer Kapazität von 720 kByte auf den Markt, welche für den ATARI und AMIGA bestimmt waren. Am CPC kann man diese Laufwerke jedoch auch betreiben. Fluchs eins gekauft, eine Holzkiste drum rum gebastelt und den Strom aus dem CPC abgezwackt (das geht!), fäddisch!

Die Firma Dobbertin bot seinerzeit das X-DDOS an, welches 720 k-Zweit-Laufwerke unterstützt, AMSDOS-kompatibel ist und in Form eines EPROMs erhältlich war. Dieses konnte einfach mit dem original AMSDOS-ROM ausgetauscht werden.

Also, Lötkolben eingeheizt, AMSDOS-ROM ausgelötet, Sockel und X-DDOS-ROM eingesetzt und schon konnte ich auch die wesentlich billigeren 720 k-Disketten benutzen.

Später kam dann noch eine Erweiterung des internen RAM's auf 512 kB hinzu, sowie eine Logikschaltung, mit der ich dann in dem ehemaligen AMSDOS-ROM-Sockel ein 64 kB-EPROM (also vier 16 k- Erweiterungs-ROM's) betreiben kann.